Stationäre Geschäfte bleiben ein wichtiger Kontaktpunkt für Kunden in einer zunehmend digitalen Welt.
Durchdacht gestaltete Verkaufsflächen präsentieren nicht nur Produkte – sie schaffen Erlebnisse, die Interaktion fördern, Ausgaben steigern und langfristige Markenbindung stärken.
Mit steigenden Kundenerwartungen muss Retail Design über die Ästhetik hinausgehen – mit einer Strategie, die Funktionalität, Psychologie und Technologie vereint.
Durch die Integration Immersionselemente, optimierter Layouts und digitaler Erweiterungen können stationäre Geschäfte sowohl Umsatz als auch Kundenbindung nachhaltig fördern.
Einblicke aus der Praxis
Dieser Artikel ist eine Zusammenarbeit von Stellar Global, Field Sales Solutions und MyPlayer.
Als Teil der Marvesting-Gruppe – einem Netzwerk spezialisierter Agenturen zur Förderung von Markenwachstum durch Einzelhandelserlebnisse, Verkaufsaktivierungen und Verbraucheranalysen – schafft Stellar Global nahtlose Omnichannel-Retail-Erlebnisse, während Field Sales Solutions leistungsstarke Außendienstteams aufbaut, die messbare Wirkung auf der Fläche erzielen.
Um unsere Erkenntnisse noch weiter zu vertiefen, haben wir uns mit unseren Partnern von MyPlayer zusammengetan – Experten für digitales In-Store-Marketing mit Fokus auf hybriden Touchpoints zur Erfassung des Kundenverhaltens.
Die Kraft eindrucksvoller Markt-Erlebnisse
Die Kunden von heute besuchen Geschäfte nicht mehr, um nur einzukaufen – sie suchen nach unvergesslichen Erlebnissen.
Eine gut gestaltete Verkaufsfläche kann Emotionen wecken, Vertrauen schaffen und längere Verweildauern fördern – alles Faktoren für höhere Conversions.
Wichtige Prinzipien eines effektiven Retail Designs sind:
- Aufteilung und Ablauf: Durchdachte Platzierung von Produktkategorien und Aktionen, um Kunden intuitiv durch den Raum zu führen.
Daten von MyPlayer aus führenden Elektronikmärkten in Deutschland und Österreich zeigen: Displays in der Nähe des Eingangs erzielen dreimal so viele Interaktionen wie an anderen Standorten im Store. - Interaktive Displays: Förderung der praktischen Interaktion, was die Kaufabsicht erheblich steigert.
Laut MyPlayer entschieden sich 78 % der Kunden für interaktive statt statische Displays – diese sorgten für eine 9-fach längere Verweildauer.
Durch den gezielten Einsatz dieser Elemente verwandeln Händler passives Stöbern in aktives Beschäftigung – und steigern so messbar den Umsatz.

Umsatzsteigerung durch strategische Store-Gestaltung
Eine schlecht durchdachte Ladenstruktur frustriert Kunden und führt zu verpassten Verkaufschancen.
Ein strategisches Store-Design nutzt Erkenntnisse aus dem Kundenverhalten, um Produkte besser auffindbar zu machen und Kunden gezielt zu profitablen Artikeln zu führen.
Der Einsatz von Echtzeitdaten über das Kundenverhalten stellt sicher, dass Produktplatzierungen mit den Einkaufsgewohnheiten übereinstimmen – für größere Warenkörbe und Wiederbesuche.
Vom Laufweg bis zur Platzierung der Warenträger – jedes Detail sollte ein reibungsloses, einnehmendes Einkaufserlebnis unterstützen.
80 % der Kaufentscheidungen fallen im Geschäft (Quelle: POPAI) – strategisch platzierte FSDUs beeinflussen dabei gezielt Impulskäufe (Quelle: Forbes).
Fehlende Verfügbarkeit im Regal kann den Umsatz um bis zu 43 % reduzieren (Quelle: Nielsen) – ein starkes Argument für Außendienstteams, die eine optimale Platzierung und Verfügbarkeit sicherstellen.
Erlebniseinkauf: Ziele schaffen, nicht nur Geschäfte
Kund:innen erwarten heute mehr als reine Verkaufsflächen – sie suchen Erlebnisorte.
Erlebniskonzepte verwandeln Shops in echte Markenräume mit emotionaler Strahlkraft.
Zentrale Elemente des erlebnisorientierten Handels sind:
- Live-Demo-Zonen: Produkte sehen, anfassen und testen – das steigert Vertrauen und Kaufbereitschaft.
Laut MyPlayer steigt der Umsatz in Live-Demo-Zonen um 162 % – bei 50 % längerer Verweildauer. - Beratungsbereiche: Persönliche Beratung stärkt die Kundenbindung und das Vertrauen in die Marke.
- Event- und Community-Flächen: Workshops, interaktive Aktionen und Events fördern langfristige Kundenbindung.
Verkaufsautomaten im Store (z. B. Asdas Test mit Frijj-Milchshakes) steigerten den Umsatz um bis zu 50 % – ein Beleg für das Potenzial technologiegestützter Sampling-Lösungen.
Wer diese Elemente integriert, schafft Räume, in denen Kund:innen gerne verweilen, entdecken – und wiederkommen.
Die Rolle digitaler Integration in physischen Räumen
Technologie verändert kontinuierlich das Einkaufserlebnis im Geschäft – digitale Integration ist ein entscheidender Bestandteil modernen Store-Designs.
Smarte Bildschirme, interaktive Produktguides und QR-gestützte Touchpoints schaffen nahtlose Übergänge zwischen physischem und digitalem Einkauf.
Wichtige digitale Erweiterungen umfassen:
- Digitale Assistenten: Interaktive Kioske oder mobile Anwendungen mit personalisierten Empfehlungen.
Laut MyPlayer bevorzugen über 50 % der Kunden interaktive Kioske gegenüber Beratung durch Personal. - Augmented-Reality-Displays: Produkte virtuell im realen Umfeld erleben – schon vor dem Kauf.
- Elektronische Preisschilder und KI-gestützte Analysen: Für effizientere, personalisierte und skalierbare Erlebnisse im Einzelhandel.
- Nahtlose Checkout-Erlebnisse: Reibungslose Bezahlung dank Self-Checkout und digitaler Zahlungsmethoden.
Richtig eingesetzt, bereichert Technologie das Einkaufserlebnis – ohne den menschlichen Faktor zu verdrängen. Komfort und Interaktion, Hand in Hand.
Design für Markentreue und langfristige Kundenbindung
Treue entsteht durch positive Erlebnisse im Store – wer sich wertgeschätzt fühlt, kommt wieder.
Durchdachtes Retail Design fördert das durch:
- Konsistente Markenidentität: Einheitliche Beschilderung, Ausstattung und visuelle Elemente stärken Markenwerte.
- Kundenkomfort: Intuitive Raumführung und angenehme Atmosphäre steigern die Zufriedenheit.
- Mitarbeiterförderung: Bereiche für Schulung und Weiterbildung – für besseren Kundenservice durch kompetente Teams.
63 % der Käufer sagen: Personalisierte Store-Erlebnisse erhöhen die Kaufbereitschaft (Quelle: Salesforce). Marken mit aktiven Außenteams verzeichnen 25 % mehr Umsetzungstreue und 20 % höhere Abverkaufsraten durch bessere Betreuung.
Der menschliche Faktor: Retail zum Leben erwecken
Trotz allem: Es sind die Menschen im Store, die das Design zum Leben erwecken.
Ein gut gestalteter Store zieht an – aber es sind Expert:innen, die Vertrauen aufbauen und Käufe auslösen.
Engagiertes, kompetentes Personal bietet Empfehlungen, Fachwissen und eine einladende Atmosphäre.
Ihre Fähigkeit, Kunden zu beraten, Fragen zu beantworten und individuell zu helfen, macht aus einem Besuch ein echtes Markenerlebnis.
Wenn Teams mit dem Store-Konzept arbeiten – inklusive interaktiver Displays und Erlebniszonen – schöpfen sie das volle Potenzial aus.
Gut geschultes Personal sorgt für reibungslose Abläufe und verankert die Markenidentität – für bleibende Eindrücke und treue Kunden.
Eine CX Network-Umfrage 2024 ergab: 89 % der Kunden kaufen eher nach Beratung durch geschulte Mitarbeitende, 81 % fühlen sich durch persönlichen Kontakt stärker wertgeschätzt.
Fazit
Retail Design ist mehr als Ästhetik – es schafft Räume, die begeistern und verkaufen.
Durchdachte Raumkonzepte, immersive Erlebnisse und digitale Tools sorgen für einen fließenden, überzeugenden Einkauf.
Die wahre Wirkung entsteht, wenn Design und Menschen zusammenspielen – dann wird der Store zum Erlebnis, das Kunden informiert, begeistert und zurückbringt.
Strategisches Design in Kombination mit dem menschlichen Faktor schafft Orte, die nicht nur verkaufen – sondern Kunden binden, begeistern und langfristigen Erfolg sichern.